Wie Du als Veganer Nährstoffmangel vorbeugen kannst

KresseVegan sein ist Trend… Diese und ähnliche Schlagzeilen liest man überall. Die steigende Anzahl an Zivilisationskrankheiten  und die bereits zur Gewohnheit gewordenen Lebensmittelskandale veranlassen Menschen, andere Wege einzuschlagen. Weniger Fleisch und tierische Produkte sind die Devise. Willst Du es richtig machen, führt an Information  kein Weg vorbei. Gemessen an der Zahl der Publikationen  sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Doch Du solltest die Quellen mit Bedacht wählen, nicht alle sind vertrauenswürdig. Das folgende Beispiel verdeutlicht, was ich damit sagen will.

Eine bekannte deutsche Rezeptzeitung hatte in der vergangenen Ausgabe einen Beitrag über den „Rohkost-Trend“.  Aus meiner Sicht ein Artikel, der bis unters Dach mit Halbwahrheiten vollgestopft ist…

Ohne, die genauen Hintergründe zu beleuchten, spricht die „Expertin“ darüber, daß Rohkost zu Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmangel führt.  Wenn man genau hinsieht, fällt auf, daß die „Expertin“ keine eigenen Erfahrungen mit dieser Ernährungsform hat und alle Ratschläge ganz klar auf die Richtlinien der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hindeuten: Milch ist ein gesundes Lebensmittel und Brot oder Fleisch sind unverzichtbar….

Es ist ganz klar, daß solche Quellen nicht sehr hilfreich sind. Denn die meisten Menschen, die zur Rohkost kommen, haben bereits gesundheitliche Defizite und wollen ganz bewußt die genannten Produkte weglassen. Am besten sind die Ratschläge von den Personen, die selbst mit dieser Ernährungsform leben.

Der Verzicht auf Brot, Milch und Fleisch kann Deine Gesundheit erheblich verbessern und führt auf keinen Fall zu Nährstoffmangel. Im Folgenden zeige ich Dir, wie Du diese Herausforderung in den Griff bekommst.

Die beliebtesten Stoffe sind Calcium, Vitamin B12 und Eiweiß. Sehen wir uns das im Einzelnen mal an.

Noch immer wird überall in den Medien der Eiweißmangel oder auch Calciummangel unter Veganern besonders hervorgehoben. Vegetarier sind weniger betroffen, da die meisten ja zumindest Eier und Milchprodukte zu sich nehmen. Soweit der Mythos. Ich weiß nicht, wer den Menschen erzählt hat, daß Eier und Milch unverzichtbare Eiweißquellen sind. Generationen von Menschen vor uns hatten gar nicht die Möglichkeit, an Eier oder Milch heranzukommen. Sie aßen von Zeit zu Zeit ein gutes Stück Fleisch von einem Wildtier und waren auf jeden Fall deutlich gesünder als wir es heute sind. Sie kannten weder Rheuma noch Arthrose und schon gar kein Übergewicht. Diese Menschen haben die Welt der Pflanzen zu nutzen gewußt und waren immer gut versorgt. Was bedeutet das für uns in der heutigen Zeit?

Wir müssen uns mit den Einzelheiten auseinandersetzen und unsere Sichtweise verändern. Das mag für den einen oder anderen zuerst eine Umstellung sein aber es lohnt sich.

Woher bekommen wir nun die Nährstoffe, wenn wir kein Fleisch und vielleicht auch keine anderen tierischen Produkte zu uns nehmen?

Ganz einfach, aus Getreide, Kernen und Samen. Diese Gruppe von Lebensmitteln wird in der natürlichen Form nur sehr wenig genutzt und ist deshalb weitestgehend unbekannt. So kannst Du zum Beispiel aus allen Getreidekörnern oder Hülsenfrüchten Sprossen ziehen. Kresse, Radieschen, Klee oder Rote Beete schmecken als Grünkraut lecker auf dem Salat. Auch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne kannst Du keimen lassen und erhälst so ein Lebensmittel, daß auf jeden Fall natürlich ist und ein Riesensprektrum an Nährstoffen enthält.

Gekeimtes Getreide, Kresse und Luzerne sind gute Kalziumlieferanten. Gesundes pflanzliches Eiweiß bekommst Du aus Hirse, Kichererbsen und Kürbiskernen (gekeimt sind noch mehr Nährstoffe zur Verfügung)

Bleibt noch das große Rätsel um Vitamin B12. Nicht nur in den Medien sondern auch bei Ernährungsberatern und Ärzten hält sich dieser Mythos hartnäckig. Auch gibt es Abhilfe aus der Pflanzenwelt: Linsen, Luzerne, Mungbohnen und Sonnenblumenkerne sind gute B12-Lieferanten.

Jetzt hast Du einen ersten Überblick bekommen und ich hoffe, mein Artikel inspiriert Dich dazu, Dir weitere Informationen zu beschaffen. In der Seitenleiste bei den Buchtips kannst Du Dich auch mal umsehen.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

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