Was ist mit unserem Getreide los?

In der heutigen Zeit haben immer mehr Menschen Probleme mit der Verdauung, wenn sie „normales“ Brot essen. Viele fühlen sich nach dem Verzehr aufgebläht oder haben sogar Durchfall. Oft ist es nur bei Brot, das aus Weizen gebacken wurde aber zunehmend auch bei Dinkel- oder Roggenbroten. Woran liegt das?

Zunächst einmal liegt das am Gluten, das alle Getreidesorten enthalten. Weizen enthält davon besonders viel und verursacht so auch die meisten Probleme. Unser heutiger Weizen ist so auf Ertrag gezüchtet, daß kaum noch etwas von dem ursprünglichen Getreide übrig ist.

Gluten ist das Klebereiweiß in Getreide, das dafür sorgt, daß das Brot zusammenhält und beim Backen aufgeht. Es gibt sogar Bäcker, die der Meinung sind, man könne ohne Weizen gar kein Brot backen. Daher kommt es wahrscheinlich auch, daß in jedem Brot irgendwie Weizen enthalten ist, auch wenn Dinkel- oder Roggenbrot draufsteht.

Zum Glück geht es auch ohne Weizen

Ein Brot braucht keinen Weizen für den Zusammenhalt. Jedoch enthalten alle Getreidesorten dieses Klebereiweiß und für Allergiker ist es so nicht ganz einfach, an glutenfreies Brot zu kommen. (Achtung: Produkten mit der Aufschrift „glutenfrei“ wurde lediglich das Gluten entzogen, es handelt sich um ein hochgradig verarbeitetes Produkt)

Ein weiterer Stoff sorgt für Probleme beim Brotverzehr – das Phytin. (Auch bekannt als Phytinsäure) Phytin ist in den meisten Pflanzen enthalten und dient der Pflanze selbst als Schutz gegen Schimmel und Fraßfeinde. Für uns Menschen hat es jedoch keinen Nutzen, nur Nachteile. Dieser Stoff hemmt die Mineralstoffaufnahme, wenn wir ihn in größeren Mengen zu uns nehmen. Da nicht nur Getreide sondern auch Hülsenfrüchte und Nüsse  Phytin enthalten, ist die Menge bei vielen Menschen beträchtlich.

Zum Glück gibt es einen einfachen Weg, den Phytingehalt zu reduzieren. Durch bloßes Einweichen kann es so weit reduziert werden, daß wir gut damit leben können. Durch das Einweichen (Aktivieren) der Körner wird Phytinsäure aubgebaut und Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme aufgebaut. Diese Stoffe braucht das Korn, um zu keimen. Die Phytinsäure dient demzufolge dem Korn als Nahrung während des Keimvorgangs.

Außerdem steigt der Mineralstoffstoffgehalt in den Körnern während der Phytingehalt sinkt. Damit erfüllt „aktiviertes“ und gekeimtes Getreide alle Voraussetzungen für nahrhaftes Getreide.

Auf diese Art Brot herzustellen hat eine sehr lange Tradition. Vielleicht hast Du schon vom „Essener Brot“ gehört. Ursprünglich ist dieses Brot eher ein Fladen und er wurde in der Sonne getrocknet. Wenn Du heute Essener Brot kaufst, ist es oft gebacken, dabei gehen natürliche wieder wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Hier findest Du eine Anleitung, wie Du gekeimtes Brot selbst herstellen kannst.

Wenn Dir das zu viel Arbeit ist, kannst Du fertiges Brot von „Bettinas Keimbackstube“ kaufen. Das Brot enthält keine Zusatzstoffe, keinen Zucker und keine Konservierungsstoffe. Du kannst das Brot in großer Auswahl online bestellen und nach Hause liefern lassen. Außerdem gibt es inzwischen deutschlandweit mehrere Filialen, die dieses Brot anbieten. Diese findest Du auf der Webseite.

Ich habe „meine“ Berliner Filiale gefunden – im „Cafe zur Alten Zicke“ im Berliner Nikolaiviertel Wenn ich keine Zeit habe, gekeimtes Brot selbst zu backen, kaufe ich dort ein Brot aus der Keimbackstube. Hier gibt es außer dem Brot viele selbst gemachte Leckereien wie Suppen und zuckerfreie Kuchen oder Törtchen. Die Süßkartoffelsuppe ist ein absolutes Highlight und ich kann allen Berlinern nur empfehlen, dieses Cafè einmal zu besuchen. Natürlich gibt es auch sehr schmackhaften Kaffee…

Bleib gesund.

Deine Sabine Güntsche

Nimm Dein Frühstück einfach mit

Müsli für unterwegsIm vergangenen April besuchte ich eine Messe in Köln. Ich fuhr schon 7 Uhr los und habe aus Zeitgründen mein Frühstück mit ins Auto genommen.

Noch vor ein paar Jahren wäre das ein belegtes Brot mit Wurst oder Käse gewesen oder ein belegtes Brötchen von der Raststätte. Auch Obst oder Joghurt waren nicht wirklich eine Lösung. Da ich mit all dem  nicht wirklich zufrieden war, habe ich nach einer besseren Lösung gesucht.

Und …     ich habe sie gefunden.

Ein Buch mit dem Titel „Lunch im Glas“ brachte die neue Idee. Wenn man Salate in ein Glas schichten kann, warum soll das nicht mit dem Frühstück auch gehen. Da ich zu Hause sowieso jeden Morgen ein selbstgemischtes Müsli esse, kann ich das auch für unterwegs so beibehalten.

Gesagt…    getan…..

Ich nahm also ein kleines Bügelglas und gab meine Frühstücksmischung hinein. Am Morgen vor der Abreise schnitt ich noch etwas Obst klein und legte es auf die Mischung. In einer separaten Glasflasche nahm ich etwas Mandelmilch mit, damit ich mein Müsli später frisch anrichten konnte.

Etwa nach3 Stunden Fahrt hielt ich an einer Raststätte, machte es mir auf einer der Bänke draußen bequem, goß die Mandelmilch in meine Müslimischung und hatte ein super Frühstück. Anschließend holte ich mir drinnen einen Kaffee und hatte nicht nur Geld gespart sondern auch ein gesundes Frühstück.

Probier es doch einfach mal aus…

Bleib gesund.

Deine Sabine Güntsche

 

Was macht die Plastiktüte in der Biotonne?

Heute habe ich wieder meine gesammelten Gemüseabfälle zur Biotonne gebracht und wiedermal hatte irgendein ignoranter Mensch seine Abfälle in einer Plastiktüte in die Tonne gelegt. Darüber ärgere ich mich jedesmal. Ich glaube, ich werde mal ein Schild an die Tonne kleben…

Inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, daß Plastik nicht wirklich verrottet. Leider gehören auch die angeblich biologisch abbaubaren Plastikbecher und -tüten aus dem Bioladen dazu. Die zerfallen zwar irgendwann, brauchen dazu aber höhere Temperaturen als die klassischen Bioabfälle.

Interessanterweise fand ich bei meinem anschließenden Einkauf bei Rewe einen Flyer, der auf die „Aktion Biotonne Deutschland“ aufmerksam macht. Hier kannst Du alles darüber nachlesen.

Neben den Flyern zur Aktion wurden auch gleich Behälter mit dem passenenden Namen „Biotoni“ und Papiertüten als Einsatz angeboten. Wenn Du zu den Menschen gehörst, die gern die Gemüseabfälle als Biomüll entsorgen, Dich aber vor den Gerüchen, die während der Sammelzeit entstehen können, fürchtest, ist der Biotoni eine gute Anschaffung. Er ist kleiner als ein getrennter Mülleimer für die Bioabfälle und paßt irgendwo in eine Ecke. Außerdem hat er einen Deckel, um Gerüche einfach wegzuschließen. Falls Du nicht in die passenden Papiertüten investieren möchtest, geht auch Küchenkrepp oder Zeitungspapier. Das legst Du einfach in den Behälter  und bindest somit die Feuchtigkeit aus den Abfällen und die daraus entstehenden Gerüche. Zeitung und auch Küchenkrepp können mit in die Tonne und so mußt Du auch nicht jedesmal den Behälter mit zur Tonne tragen, sondern kannst den in Papier gewickelten Abfall einfach entsorgen.

Ich finde, es ist für jeden ganz einfach, seinen Teil für eine bessere Umwelt und weniger Abfall beizutragen. Vielleicht gehörst Du ja zu den Menschen, die einen Garten haben und Gemüsereste kompostieren. Das ist ein sehr guter Weg, Abfälle wiederverwendbar zu machen.

Bleib gesund.

Deine Sabine Güntsche

3 angeblich „gesunde“ Frühstücksvarianten

MüsliKeine andere Mahlzeit ruft so viele Diskussionen hervor, wie das Frühstück. Bereits meine Großmutter hat immer dafür gesorgt, daß niemand ohne Frühstück aus dem Haus geht. Genauso hat es meine Mutter während meiner Schulzeit gehalten. „Kind, Du mußt was essen…“ hat sie immer gesagt. In diesem Alter habe ich nicht so viel davon gehalten, da ich morgens meistens gar keinen Appetit hatte.

Heute sehe ich das anders und gehe mit ganz wenigen Ausnahmen nicht ohne Frühstück aus dem Haus. Meistens habe ich morgens schon richtig Hunger und freue mich auf mein Frühstück.

Viele Menschen erzählen mir, daß sie morgens keine Zeit hätten, zu frühstücken. Sie warten dann sehnlichst auf die Mittagspause und sind dann regelrecht ausgehungert oder schlimmer noch, total unterzuckert. Andere frühstücken zwar, fallen aber dennoch nach 2 Stunden in die Unterzuckerung, weil sie Müsli mit viel Zucker  oder Marmeladenbrote essen. Unterzucker macht launisch und aggressiv und begünstigt Heißhungerattacken.

So ging es mir früher auch, denn mein Frühstück bestand aus Müsli mit Milch oder manchmal auch aus einem Marmeladenbrötchen. In einigen Fällen habe ich mir an einer Saftbar unterwegs einen „frischen“ Saft oder Früchtesmoothie geholt – Obst ist ja gesund.

Keine Panik, es ist leichter als Du im Moment noch denkst…

3 Frühstücksvarianten und wie Du sie wirklich gesund zubereitest

Frühstücksmüsli

Fertigmüsli aus dem Supermarkt enthält leider keine gesunden Zutaten. Zucker, verarbeitetes Getreide, Malzextrakt und jede Menge Zusatzstoffe haben nur einen sehr geringen Nährwert. Das führt auf Dauer auf jeden Fall zu Gewichtszunahme und Heißhungerattacken.

Mein Tip: Aus naturbelassenen Flocken mit Nüssen und Samen, Kokoschips und frischen Früchten kannst Du ein schmackhaftes Müsli selbst herstellen.

Marmeladenbrötchen

Brot und Brötchen bestehen meistens aus Auszugsmehl (auch wenn sie dunkel aussehen) das keinerlei Ballaststoffe mehr enthält.  Der größte Teil besteht aus Stärke, die sofort in Zucker umgewandelt wird und Deinen Blutzucker in die Höhe schießen läßt. Jetzt noch schön Marmelade drauf, die in der Hauptsache aus Zucker und Aromen besteht und der Heißhunger ist vorprogrammiert.

Mein Tip: Besorg Dir ein gutes Brot mit Körnern, das schmeckt auch mit Marmelade. Marmelade oder Fruchtaufstrich kannst Du ganz einfach selbermachen in dem Du frische Früchte pürierst und mit etwas Stevia abschmeckst. Diese Mischung hält 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. (Wenn Du eingeweichte Chiasamen mit pürierst, wird das ganze gebunden und hält sich noch ein paar Tage länger) Hast Du schonmal einen herzhaften Brotbelag ausprobiert? Hierfür eignen sich Avocados oder Gemüsepasten sehr gut.

Smoothies von der Saftbar

Getränke von  einer Saftbar haben leider mehr Nachteile als Vorteile. Als frisch verkaufte Säfte stehen oft in durchsichtigen Glaskaraffen stundenlang in der Vitrine und Smoothies bestehen meist nur aus süßen Früchten.

Mein Tip: Smoothies kannst Du ganz leicht selbst machen. Neben Obst paßt das auch gut Spinat, Petersilie oder andere grüne Blätter hinein. Nimm für den Anfang milde Sorten und steigere den Grünanteil langsam. Am besten trinkst Du ihn gleich, bevor wertvolle Vitamine verloren gehen. Hier ist eines meiner Lieblingsrezepte.

Nimm Dir einige Minuten Zeit und mach Dein Frühstück aus frischen Zutaten selbst. Es ist im Vergleich zum Nutzen ein relativ geringer Aufwand.

Bleib gesund.

Deine Sabine Güntsche