Treffpunkt Verbrauchertäuschung

Gestern habe ich über Lebensmittel berichtet, die über unvollständige Etikettenangaben verfügen und trotzdem im Supermarktregal stehen. Diese Entdeckung ist inzwischen in den Händen von Foodwatch. In der neuesten Kampagne will die Organisation erreichen, daßTierbestandteile auf Lebensmitteln erkennbar sind – ohne Ausnahmen, die es erlauben, ohne Hinweis Gelatine in den Saft oder Aromen auf Fisch-Basis in Kartoffelchips zu mischen. Mit einer E-Mail Aktion fordern sie Verbraucherministerin Ilse Aigner auf, die Kennzeichnungslücke zu schließen: Wo Tierprodukte oder Tierbestandteile drin sind, muss dies auch drauf stehen!

Wenn Du der gleichen Meinung bist, schau das Video und beteilige Dich an der Aktion.

 

Hier kommst Du direkt zur Aktion:

Was macht die Blattlaus auf der Schokolade?

newsHättest Du gedacht, daß handelsübliche Fruchtsäfte nicht für Vegetarier geeignet sind, der rote Überzug auf Schokokugeln aus getrockneten und gemahlenen Läusen besteht und der glänzende Lack auf Möbeln auch auf der Schokolade zu finden ist? Herzlich willkommen am Tatort der Lebensmittelindustrie!

Wer aufmerksam meine Artikel liest, weiß, daß ich immer wieder auf die Etiketten verweise. Das rate ich Dir auch jetzt wieder. Nur leider wirst Du die meisten der Zusätze nicht auf dem Etikett finden, denn sie müssen nicht deklariert werden.  Kannst Du Etiketten also noch vertrauen?

Nun, für Menschen, die mit Allergien leben müssen oder keine tierischen Produkte essen wollen, engt sich das Angebot damit massiv ein, denn ca. zwei Drittel aller Artikel enthalten tierische Bestandteile. Diese Zusätze müssen nur dann deklariert werden, wenn sie einen wesentlichen Bestandteil des Produktes ausmachen. (WISO Sendung vom 19.11.12) Im Klartext bedeutet das, es ist gar nicht so wichtig, was auf dem Etikett steht, viel interessanter ist die Frage: "Was steht alles nicht drauf?"

Was Du dagegen tun kannst? Naja, wenn Du nicht auf Fertigprodukte verzichten willst, dann lies das Etikett um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Viel besser ist es aber, nur noch Produkte zu kaufen, die überhaupt keine Liste haben. Ja, genau. Ich meine frische unverarbeitete Lebensmittel.

Um die ganze Geschichte abzuschließen verrate ich Dir natürlich auch noch, was sich hinter den oben genannten Zusätzen versteckt.

Der Grund, warum Fruchtsäfte nicht immer für Vegarier geeignet sind, ist, daß Gelatine aus Schweinehaut und -knochen verwendet wird, um den Saft klar zu bekommen. Der Glanz auf den Möbeln wird mit Schellack erzeugt, das sind die Auscheidungen der Lackschildlaus, die von Baumästen gekratzt und dann entsprechend weiterverarbeitet werden. Dieser Lack ist übrigens auch auf der Innenseite der meisten Konservendosen zu finden. Für mich stellt sich die Frage, was das Zeug auf der Schokolade zu suchen hat. Auch der rote Farbstoff im Überzug von bekannten Schokokugeln ist tierischen Ursprungs. Es handelt sich hierbei um eine Art Blattläuse, die getrocknet und gemahlen eine schöne rote Farbe ergeben. Diese rote Farbe findest Du auch in Milchprodukten wieder. Da lobe ich mir doch die Sägespäne, die dem Erdbeerjoghurt den Geschmack geben, daß ist nur ein "Stück Baum" also rein pflanzlich.

Guten Appetit.
Deine Sabine Güntsche

Brot – ein gesundes Lebensmittel?

brotDas ist eine Frage, die ich mir schon länger stelle und die Du Dir auch stellen solltest.

Allerorts wird Brot als gesundes Lebensmittel dargestellt. Brot ist wichtig, denn es gibt Dir Ballaststoffe und Kohlenhydrate, die für Deinen Stoffwechsel unerläßlich sind. Ganz egal ob Du die Weiße Semmel oder das Vollkornbrötchen (-brot) bevorzugst, Du kannst sie heute überall bekommen. Morgens auf dem Weg zur Arbeit noch ein kurzer Stop beim Bäcker oder abends auf dem Heimweg an der Tankstelle schnell ein belegtes Brötchen für den kleinen Hunger. Mittags dann in der Kantine oder im Restaurant die Frage der Bedienung: „Ein Stück Brot dazu?“.

Jeder, der meine Artikel schon eine Weile liest, weiß, daß alle Inhalte sorgfältig recherchiert werden, bevor sie veröffentlicht werden. So auch in diesem Fall.

Ok. Fangen wir am Anfang an! Früher wurde ein Brot aus frisch gemahlenem Getreide, Wasser, Salz, Sauerteig oder Hefe hergestellt. Heute, in einer Zeit des Überangebots werden billige Weißmehle ohne Nährstoffe mit Lebensmittelchemie vermischt und als „Brot“ verkauft. Ein dunkles Brot ist nur dunkel, weil es mit Malzextrakt vermischt wurde und draußen werden Körner „aufgeklebt“ und schon ist es ein Vollkornbrot… Brot ist zu einer Massenware ohne nennenswerte Inhaltstoffe verkommen.

Ob dieses „Brot“ gesund ist, fragst Du Dich? Du kannst es ganz einfach herausfinden… (So habe ich es auch gemacht)

Tu einfach mal einen oder zwei Tage lang so, als wäre es gesund. Starte zum Frühstück mit einem Brötchen, und nimm ruhig ein weißes Brötchen, wenn Du es magst. Belege es nach Belieben herzhaft oder süß und laß es Dir schmecken. Zum Mittag wahlweise ein belegtes Vollkornbrötchen mit lecker Salami, Käse und vielleicht einem Salatblatt und etwas Mayonnaise, verziert mit einer Gurken- oder Tomatenscheibe. Zum Abendessen soll es dann schnell gehen und die Küche bleibt kalt. Du hast Dir auf dem Heimweg ein halbes Vollkornbrot mitgenommen, hmm lecker. (Das meine ich ernst, denn es sieht wirklich lecker aus und riecht auch so!) Während Du die Brote zubereitest hast Du eine Idee:  Du legst auf jedes Brot zwei Scheiben Gurke und eine Scheibe Käse und überbäckst es im Ofen.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Als ich noch die brotreiche Ernährung betrieben habe, fühlte ich mich bereits am Nachmittag ziehmlich aufgebläht, abends war es dann besser und nachts konnte ich manchmal gar nicht so gut schlafen, weil jede Menge Luft in meinem Bauch rumorte. Unangenehm kann ich Dir sagen. Vielleicht kennst Du das ja auch und hast Dich gefragt, woher das kommt?

Nun, es kommt zum einen daher, daß die wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides nicht mehr vorhanden sind und zum anderen von den Zusatzstoffen, die wieder zugegeben werden um ein Brot mit Geschmack zu bekommen.

Ohne zu wissen warum, reduzierte ich die Brotmenge drastisch und die Beschwerden wurden weniger.  Inzwischen esse ich wieder Brot aber meistens nur dann, wenn ich es selbst gebacken habe.

Inzwischen ist den meisten bekannt, daß ein Brot aus konventioneller Herstellung diverse Zusatzstoffe enthält um es dunkel zu machen oder um es geschmacklich aufzubessern. Auch hier kommt wieder der Zucker ins Spiel. Das habe ich ja schon ausführlich an anderer Stelle beschrieben.

Jetzt kennst Du das Dilemma mit dem Brot. Was kannst Du jetzt dagegen tun? Du kannst mehrere Dinge tun. Zu Beginn könntest Du mal Deinen Brotkonsum stark reduzieren. Kein Mensch braucht soviel Brot. Zum Frühstück gibt es eine Menge leckerer Alternativen, die schnell zubereitet sind. Mittags kannst Du ganz einfach auf das „Zugabebrot“ verzichten, denn die Hauptspeise enthält bereits mehr als genug Kohlenhydrate. Und am Abend kannst Du auch sehr gut ohne Brot auskommen. Es ist ohnehin gesünder, am Abend nicht so kohlenhydratreich zu essen. Was hälst Du von einem Omelett wahlweise mit Gemüse oder Champignons?

Zum Schluß möchte ich noch auf einen Artikel verweisen, der dieses Thema sehr gut behandelt. Hier findest Du noch mehr zum Thema Brot.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

Broccolicremesuppe mit Frischkäse

Zutaten

Broccolisuppe

500g Broccoli
1 Zwiebel
1 EL Butter
75 g Ziegenfrischkäse
1 Msp. gehackter Knoblauch
Salz, Zitronensaft
Sahne oder Soja-Quisine
ca. 3 EL bunter grober Pfeffer
Kerbel, geriebene Muskatnuss
2 EL Sonnenblumenkerne

 

Zubereitung

  • Broccoli waschen, Röschen abschneiden und den unteren Teil des Strunks schälen. Strunk klein schneiden. Zwiebel schälen und klein schneiden.
  • Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Broccolistrunk 2-3 Minuten anschwitzen. Währenddessen 2/3 Broccoliröschen klein schneiden und zu dem Strunk geben.
  • Ca.350 ml Wasser zugießen und 20 Minuten köcheln lassen. Rest des Broccolis in kleine Röschen schneiden und separat in kochendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren, dann unter kaltem Wasser abschrecken.
  • Inzwischen Frischkäse und Knoblauch glatt rühren und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  • Hälfte des Pfeffers auf einen Teller geben. Mit einem heißen Teelöffel aus dem Frischkäse kleine Nocken ausstechen und auf den Pfeffer setzen. Mit dem übrigen Pfeffer bestreuen und kalt stellen.
  • Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie leicht gebräunt sind.
  • Suppe pürieren und soviel Sahne oder Soja-Quisine zugeben, bis die Suppe eine cremige Konsistenz hat. Mit Salz, Muskat und Kerbel würzen, Broccoliröschen dazugeben.
  • Suppe in Schalen anrichten, eine Nocke in die Mitte setzen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Übrige Nocken dazureichen.

Besonderheiten

für 2 Personen