Zutaten
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Zubereitung
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BesonderheitenWenn die Erdbeeren etwas kleiner sind, kannst Du sie auch halbiert verwenden. |
Archiv des Monats: Mai 2014
Schlagsahne aus dem Chemiebaukasten
Ständig auf der Suche nach empfehlenswerten oder weniger empfehlenswerten Produkten, habe ich gestern bei meinem Einkauf „Schlagfix“ entdeckt. Schlagfix ist eine gesüßte Schlagcreme, die Du als Ersatz für Schlagsahne verwenden kannst. Aufmerksam wurde ich, weil auf der Vorderseite zu lesen steht: 100% vegan, 0% Lactose, 0% Gluten. Jetzt wollte ich natürlich wissen, woraus ein solches Produkt denn dann besteht, wenn nicht aus Sahne…
Wie immer las ich die Zutatenliste, um mir einen Überblick zu verschaffen. Normalerweise bin ich hauptsächlich auf Zucker „programmiert“. Da die meisten Fertigprodukte auch noch Geschmackverstärker und Aromen enthalten, hat mich so schnell nichts vom Hocker. Anders in diesem Fall. Etwas derartiges habe ich bisher selten gesehen. Die Packung Schlagfix besteht aus purer Chemie: E 435, E 331, E 464, E 460, E 466, E 399 usw, verschiedene Zuckerarten, Aroma…
Ich war so schockiert, daß ich beschloß, eine Packung zu kaufen und dem „Nummernsalat“ auf den Grund zu gehen. (Ich hatte mein Telefon zu Hause gelassen und konnte die Rückseite nicht fotografieren :-))
Und das ist das Ergebnis:
Es ist fast nicht zu glauben. Nach der Analyse der Zutatenliste habe ich beschlossen, die „Sahne“ aufzuschlagen um zu sehen, was passiert. Wenn man die Packung aufschneidet, kommt eine relativ flüssige weiße Masse zum Vorschein. Sieht ein bißchen aus wie Gips, weil es eine leicht gräuliche Farbe hat. Es läßt sich gut aufschlagen und wird genauso fest wie echte Sahne. Der Geschmack erinnert auch an Sahne, allerdings ist das Ergebnis sehr süß und schmeckt etwas flach…
Zusammenfassend rate ich von diesem Produkt ab. Wenn Du unbedingt Schlagsahne essen möchtest, dann auf jeden Fall „richtige Sahne“
Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche
Die Idee war gut…
Am vergangenen Samstag war ich in Jüterbog. Dort fand zufällig an diesem Tag ein Kunstfestival statt. Es gab verschiedene Dinge von Modenschau über handgefertigte Holzartikel bis hin zu Keramikartikeln und Seife aus Schafsmilch. Ein Stand weckte meine besondere Aufmerksamkeit, es gab dort selbstgebackenes Brot und vegetarische Brotaufstriche. Ich probierte von allem und fand die Sachen auch lecker.
Die Dame hinter dem Stand war offensichtlich ganz stolz auf ihre selbstgemachten Sachen, denn sie animierte die vorübergehenden Menschen, auch etwas zu probieren. Im einzelnen gab es ein leckeres Brot, dazu einen Aufstrich aus Tomatenmark und Mandeln und ein „vegetarisches“ Schmalz. Da ich selbst viel mit Brotaufstrichen experimentiere fragte ich nach den Zutaten. Sie sagte mir, daß in dem vegetarischen Schmalz außer gebratenen Zwiebeln und Gewürzen noch Kokosfett enthalten sei. Auf meine Frage, welches Kokosfett sie verwendet habe, nannte sie mir eine Sorte, die ungehärtet und auch im Supermarkt erhältlich sei…
Ich benutze seit längerem Kokosfett in meiner Küche und war über diese Aussage so verwundert, daß ich noch am selben Tag bei uns zu Rewe ging um mir das Kokosfett anzusehen. Tatsächlich fand ich die genannte Sorte im Kühlregal und war nun wieder in der realen Welt angekommen. Ja, es stimmt, das Kokosfett ist ungehärtet, aber das ist auch schon alles. Denn das Kokosfett aus dem Supermarkt ist raffiniert und desodoriert (chemische Veränderung des Ausgangsmaterials) und einfach nur ein Billigprodukt, daß mit Kokosfett nichts mehr zu tun hat.
Ich möchte jetzt die Dame mit dem Aufstrich nicht beleidigen aber unter’m Strich hat sie aus billigen Zutaten irgendetwas zusammengerührt, was nicht besser ist als ein Industrieprodukt. Aber wie gesagt, die Idee war gut…
Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche
Bockwurst aus Restfleisch?
Gammelfleisch, Kennzeichnungsverletzung, Restfleisch in der Wurst? Ist das die Antwort auf den Ruf nach billigen Produkten?
Immer, wenn ich im Supermarkt bin, sehe ich in die Einkaufskörbe der anderen um zu sehen, was sie so einkaufen. In den meisten Körben liegt bergeweise Wurst und Fleisch. Haben die alle Großfamilien zu Hause oder werfen sie die Hälfte davon weg? Sicher trifft das auf den einen oder anderen zu. Aber der Großteil reagiert auf die Angebote im Markt. Angebote wie „Kaufe 3 zahle 2“ oder „Beim Kauf von 5 Bechern gibt es einen gratis dazu“ verleiten die Menschen, mehr zu kaufen, als sei eigentlich brauchen. Hinzu kommen die ständigen Durchsagen durch die Sprechanlage mit Hinweisen wie „Heute empfehlen wir Produkt xy für nur 1,99 € statt 2.49 € – Clever kaufen und sparen“.
Heute ist mir die folgende Durchsage aufgefallen:“ …Qualität zu billigen Preisen“.
Meiner Ansicht nach führt das alles dazu, daß wir mehr einkaufen, als wir eigentlich brauchen, denn es könnte ja morgen schon wieder teurer sein. In dem Moment denkt kein Mensch daran, daß Produkte, die billig verkauft werden auch billig hergestellt werden müssen und dabei ist billig auf keinen Fall ein Qualitätsmerkmal.
Dem trägt auch die jüngste Aktion von Foodwatch Rechnung, die Suche nach 70.000 Tonnen Separatorenfleisch. Nein, diese Sorte Fleisch hat nichts mit Qualität zu tun. Im Gegenteil, es sind die Reste, die maschinell von den Knochen geschabt werden. Hier hast Du einen genaue Definition.
Diese Fleischreste werden in billiger Brüh- oder Kochwurst verarbeitet und landen sogar im Kochschinken. Normalerweise deklarationsfplichtig, werden die Fleischreste einfach untergemischt. Im fertigen Produkt sind die Reste nicht nachweisbar und somit gibt es nur kleine Hürden für die Fleischindustrie, zumal Separatorenfleisch deutlich preisgünstiger ist als natürlich gewachsenes Muskelfleisch.
Du denkst jetzt vielleicht, daß wir als Kunden dem machtlos gegenüberstehen? Auf den ersten Blick mag es durchaus so aussehen. Doch es gibt eine ganz einfache Lösung: „Hör auf, den ganzen Billigkram zu kaufen.“ Gerade beim Fleisch und natürlich auch bei anderen Produkten aus der Lebensmittelindustrie kannst Du einen erheblichen Unterschied bewirken. Niemand wird dazu gezwungen, täglich Wurst und Fleisch zu essen. Es gibt auch sehr leckere andere Sachen, die Du auf Dein Brot legen kannst.
Es liegt ganz allein bei uns. Solange wir diese Produkte massenhaft verbrauchen, werden immer neue Ideen bezüglich der verwendeten Inhaltsstoffe um sich greifen und immer mehr Zusatzstoffe im Essen landen.
Was hältst Du davon, an einem Tag in der Woche auf Wurst und Fleisch zu verzichten? In meiner Küche wird nur noch an 5 von 7 Tagen in der Woche mit Fleisch gekocht, an den anderen Tagen koche ich vegetarisch oder auch mal vegan. Hhmmm, lecker.
Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche
