Die Idee war gut…

LeseeckeAm vergangenen Samstag war ich in Jüterbog. Dort fand zufällig an diesem Tag ein Kunstfestival statt. Es gab verschiedene Dinge von Modenschau über handgefertigte Holzartikel bis hin zu Keramikartikeln und Seife aus Schafsmilch. Ein Stand weckte meine besondere Aufmerksamkeit, es gab dort selbstgebackenes Brot und vegetarische Brotaufstriche. Ich probierte von allem und fand die Sachen auch lecker.

Die Dame hinter dem Stand war offensichtlich ganz stolz auf ihre selbstgemachten Sachen, denn sie animierte die vorübergehenden Menschen, auch etwas zu probieren. Im einzelnen gab es ein leckeres Brot, dazu einen Aufstrich aus Tomatenmark und Mandeln und ein „vegetarisches“ Schmalz. Da ich selbst viel mit Brotaufstrichen experimentiere fragte ich nach den Zutaten. Sie sagte mir, daß in dem vegetarischen Schmalz außer gebratenen Zwiebeln und Gewürzen noch Kokosfett enthalten sei. Auf meine Frage, welches Kokosfett sie verwendet habe, nannte sie mir eine Sorte, die ungehärtet und auch im Supermarkt erhältlich sei…

Ich benutze seit längerem Kokosfett in meiner Küche und war über diese Aussage so verwundert, daß ich noch am selben Tag bei uns zu Rewe ging um mir das Kokosfett anzusehen. Tatsächlich fand ich die genannte Sorte im Kühlregal und war nun wieder in der realen Welt angekommen. Ja, es stimmt, das Kokosfett ist ungehärtet, aber das ist auch schon alles. Denn das Kokosfett aus dem Supermarkt ist raffiniert und desodoriert (chemische Veränderung des Ausgangsmaterials) und einfach nur ein Billigprodukt, daß mit Kokosfett nichts mehr zu tun hat.

Ich möchte jetzt die Dame mit dem Aufstrich nicht beleidigen aber unter’m Strich hat sie aus billigen Zutaten irgendetwas zusammengerührt, was nicht besser ist als ein Industrieprodukt. Aber wie gesagt, die Idee war gut…

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

Bockwurst aus Restfleisch?

Restfleisch in WürstchenGammelfleisch, Kennzeichnungsverletzung, Restfleisch in der Wurst? Ist das die Antwort auf den Ruf nach billigen Produkten?

Immer, wenn ich im Supermarkt bin, sehe ich in die Einkaufskörbe der anderen um zu sehen, was sie so einkaufen. In den meisten Körben liegt bergeweise Wurst und Fleisch. Haben die alle Großfamilien zu Hause oder werfen sie die Hälfte davon weg? Sicher trifft das auf den einen oder anderen zu. Aber der Großteil reagiert auf die Angebote im Markt. Angebote wie „Kaufe 3 zahle 2“ oder „Beim Kauf von 5 Bechern gibt es einen gratis dazu“ verleiten die Menschen, mehr zu kaufen, als sei eigentlich brauchen. Hinzu kommen die ständigen Durchsagen durch die Sprechanlage mit Hinweisen wie „Heute empfehlen wir Produkt xy für nur 1,99 € statt 2.49 € – Clever kaufen und sparen“.

Heute ist mir die folgende Durchsage aufgefallen:“ …Qualität zu billigen Preisen“.

Meiner Ansicht nach führt das alles dazu, daß wir mehr einkaufen, als wir eigentlich brauchen, denn es könnte ja morgen schon wieder teurer sein. In dem Moment denkt kein Mensch daran, daß Produkte, die billig verkauft werden auch billig hergestellt werden müssen und dabei ist billig auf keinen Fall ein Qualitätsmerkmal.

Dem trägt auch die jüngste Aktion von Foodwatch Rechnung, die Suche nach 70.000 Tonnen Separatorenfleisch. Nein, diese Sorte Fleisch hat nichts mit Qualität zu tun. Im Gegenteil, es sind die Reste, die maschinell von den Knochen geschabt werden. Hier hast Du einen genaue Definition.

Diese Fleischreste werden in billiger Brüh- oder Kochwurst verarbeitet und landen sogar im Kochschinken. Normalerweise deklarationsfplichtig, werden die Fleischreste einfach untergemischt. Im fertigen Produkt sind die Reste nicht nachweisbar und somit gibt es nur kleine Hürden für die Fleischindustrie, zumal Separatorenfleisch deutlich preisgünstiger ist als natürlich gewachsenes Muskelfleisch.

Du denkst jetzt vielleicht, daß wir als Kunden dem machtlos gegenüberstehen? Auf den ersten Blick mag es durchaus so aussehen. Doch es gibt eine ganz einfache Lösung: „Hör auf, den ganzen Billigkram zu kaufen.“ Gerade beim Fleisch und natürlich auch bei anderen Produkten aus der Lebensmittelindustrie kannst Du einen erheblichen Unterschied bewirken. Niemand wird dazu gezwungen, täglich Wurst und Fleisch zu essen. Es gibt auch sehr leckere andere Sachen, die Du auf Dein Brot legen kannst.

Es liegt ganz allein bei uns. Solange wir diese Produkte massenhaft verbrauchen, werden immer neue Ideen bezüglich der verwendeten Inhaltsstoffe um sich greifen und immer mehr Zusatzstoffe im Essen landen.

Was hältst Du davon, an einem Tag in der Woche auf Wurst und Fleisch zu verzichten? In meiner Küche wird nur noch an 5 von 7 Tagen in der Woche mit Fleisch gekocht, an den anderen Tagen koche ich vegetarisch oder auch mal vegan. Hhmmm, lecker.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

Rohköstlicher Mango-Orangen-Kuchen

Zutaten

Rohkostkuchen
150g gemahlene Mandeln
37 g Kokosraspel
100g Datteln ohne Stein
50 g Sultaninen

Für die Creme:
300g Orange ohne Schale und Mangofleisch von einer frischen Mango
Ich habe erst die Orange  ohne Schale gewogen und die Differenz bis 300g mit Mango aufgefüllt
75g Kokosmus (nicht Kokosöl) leicht erwärmt, daß es flüssig wird

Zubereitung

  • Für den Boden die Mandeln mit den Kokosraspeln, den Datteln und Sultaninen in einer Küchenmaschine mixen, bis ein Teig entsteht, das dauert ca 1 – 3 Minuten
  • Boden in eine Springform drücken, ca. 5-7 mm dick
  • Die Zutaten für die Creme in einen Mixer geben und cremig mixen
  • Die Füllung auf den Boden gießen und glattstreichen
  • Den Kuchen für ca. 30 min ins Gefrierfach stellen, fertig

Besonderheiten

Meine Backform ist 18 cm im Durchmesser und ich hatte etwas Teig übrig.
Aus dem restlichen Teig habe ich Taler geformt und im Lebensmitteltrockner getrocknet. Das ist dann so ähnlich wie Kekse nur gesünder…

Wer kauft nur diese ganzen Pillen?

AbnehmpillenSeit einigen Wochen bekomme ich regelmäßig E-Mails mit  folgendem Inhalt:

…Guten Tag ,

Werden Sie jetzt die überschüssigen Pfunde los!

Nehmen Sie sicher und schnell 15 KG in nur
4 Wochen ab. Der TESTSIEGER: hier kommt dann ein Link zum Angebot und unterzeichnet ist mit Online-Apotheke…

Dieses Phänomen ist nicht nur im Internet zu beobachten sondern auch in allen möglichen Frauenzeitschriften. Im Moment scheint jeder nur noch abnehmen zu wollen und nach Diäten zu suchen, denn die Medien egal ob online oder offline, reagieren nur auf die Nachfrage.  Dabei scheint jedes Mittel recht zu sein, Hauptsache es ist billig Weiterlesen