Wie geht das…? Naschen ohne Zucker

Bist Du in den letzten Tagen in einem Supermarkt gewesen? Ist Dir mal aufgefallen, wieviele Regale und Aufsteller es gibt, auf denen zuckerhaltige Getränke, Chips und Kekse stehen? Ich habe mir mal die Mühe gemacht, all diese Regale anzusehen.

Wahrscheinlich denkst Du jetzt „Wer macht denn sowas, das ist mir doch egal, wieviele Chips und Kekse da verkauft werden“ Ich sage Dir, warum ich das getan habe. Ich wollte herausfinden, warum es manchen Menschen unmöglich erscheint, einen halbwegs gesunden Einkauf zu machen.

Nun, ich denke, das ist ein Grund dafür. Das ganze beginnt damit, daß man, wenn man die Abteilung mit dem Frischgemüse und Obst verläßt, förmlich hineinfällt in die Zuckerfalle. Ein ganzes langes Regal ist voll mit gezuckerten Müslis und Frühstücksflocken. Es gibt weitere Regalreihen mit Schokolade, Bonbons, Chips und zuckerhaltigen Getränken…

Es gibt zig Sorten von diesem „Null-Nährstoff-Essen“, die sich in den Regalen türmen. Wer um alles in der Welt kauft all diese Dinge?

Ja natürlich esse ich auch Schokolade, ich esse auch Kuchen oder Kekse, aber dafür reicht ein Bruchteil eines Regals aus, um alles großzügig hinzustellen. Viele andere stopfen sich voll mit diesen Dingen und legen damit den Grundstein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes und auch Krebs.

Viele Menschen sind einfach überfordert, aus dieser Fülle von Produkten, diejenigen auszusuchen, die sie bedenkenlos essen können, die frisch und unverarbeitet sind. Immer noch viel zu oft glauben wir den Werbeversprechen, die uns Gesundheit und andere Vorteile eintrichtert. Am schlimmsten trifft es die Kinder, die gar nicht verstehen können, warum ein Müsli mit lustigen Kinderfiguren auf der Packung gar nicht gut ist.

Doch es gibt eine Lösung!  Jeder halbwegs intelligente Mensch ist in der Lage, die Verantwortung für seine Gesundheit selbst zu übernehmen. Zugegeben, das ist ein wenig aufwändiger, als gehetzt durch die Regale zu rennen und irgendetwas einzupacken, ohne hinzuschauen. Vielleicht haben einige unter Euch das bisher so gemacht.  Doch Du kannst jeden Tag damit anfangen, diese Gewohnheit zu verändern, es ist gar nicht viel Mühe und es bringt Dir soviel.

Keine Sorge, Du mußt nicht auf leckere Snacks verzichten. Stell Dir vor, es gibt leckere Nußriegel komplett ohne Zucker und ohne Mehl und die sind so lecker, daß ich Dir hier das Rezepte gebe.

Probier es mal aus und…

Bleib gesund
Deine Sabine Güntsche

Nußriegel mit Zitrone

Zutaten


3/4 Tasse Cashews
3/4 Tasse Mandeln
3/4 Tasse Datteln (1/2 h eingeweicht)
1/2 Zitrone
1/2 Tasse Kokosraspeln

Zubereitung

  • Gib die Mandeln, Cashews, Datteln und Zitrone in eine Küchenmaschine und hacke alles mittelgrob.
  • Du kannst die eingeweichten und abgetropften Datteln auch vorher im Mixer pürieren und dann mit der Hand unter die Masse heben
  • Anschließend die Kokosraspeln untermischen, bis Du eine einheitliche Masse hast.
  • Verteile die Masse gleichmäßig auf einem Brett und schneide kleine Riegel oder Würfel.
  • Lege die geformten Riegel in den Kühlschrank, nach etwa 1 h sind sie verzehrfertig und schmecken soooo lecker

Besonderheiten

Du kannst auch die Zitrone gegen Orange austauschen
Riegel schmecken auch wenn Du sie im Backofen bei niedriger Temperatur ca. 3 bis 5 Std. trocknest oder in einen Dörrautomaten legst.

Kennt Du den Unterschied zwischen Süßstoff und Zuckeraustauschstoff?

Zucker auf einer WaageEs ist bekannt, daß wir zuviel Zucker konsumieren. Deshalb greifen heute viele Menschen zu Süßstoff um die Kalorien zu reduzieren. Doch was hat es damit auf sich und woran erkenne ich diesen Zuckerersatz?

Grundsätzlich gehört Zuckerersatz in die Kategorie der Lebensmittelzusatzstoffe und wir unterscheiden Süßstoff einerseits und Zuckeraustauschstoff andererseits. Auf der Zutatenliste von Verpackungen erkennst Du sie an den E-Nummern.

Süßstoffe sind meistens chemisch hergestellte Süßungsmittel, die den Geschmack von Zucker nachahmen aber keine Kohlenhydrate haben. Es gibt zwei Ausnahmen: Thaumatin und Steviosid.

Thaumatin ist ein natürliches Stoffgemisch aus sechs Proteinen in den Beeren der westafrikanischen Katamfe-Pflanze. Steviosid ist der süße Stoff aus den Blättern der Stevia-Pflanze, der auch unter Stevioglycosid bekannt ist.

Zuckeraustauschstoffe sind süße Kohlenhydrate, die einen geringen Einfluß auf den Blutzuckerspiegel haben und deshalb für Diabetiker geeignet sind. Sie haben eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker und sind deshalb den wesentlich süßeren Süßstoffen vorzuziehen.

Ich selbst verwende sehr gern Steviaprodukte oder auch Xylit (Birkenzucker) als Zuckerersatz.(Xylit ist etwas umstritten, da es wegen steigender Nachfrage nicht mehr aus der Birkenrinde (daher kommt der Name) sondern aus Maisblättern hergestellt wird und damit gentechnisch belastet sein kann. Dennoch wird Xylit auch in Kaugummis und Zahncremes verarbeitet, was durchaus ein Vorteil für die Zähne ist.

Wenn Du unbedingt den Zucker in Deiner Küche ersetzen möchtest, beachte bitte, daß es sich hier um Lebensmittelzusatzstoffe handelt, die wir sonst vermeiden wollen.

Für manche Süßspeisen kann es von Vorteil sein, wenn Du Agavendicksaft zugibst, das ergibt eine sehr milde und dezente Süße.

Bleib gesund
Deine Sabine Güntsche

Selleriebratlinge

Zutaten


1/2 Sellerieknolle
2 Möhren
1 Zwiebel
1 mittl. Knoblauchzehe
ca. 2 Tassen gekochte Hirse
1 Ei
2 EL Mehl zur Bindung
Pfeffer, Salz, Majoran, Paprika, Curry, Öl

Zubereitung

  • Die Hirse in Salzwasser kurz aufkochen und bei geringer Hitze ausquellen lassen.
  • In der Zwischenzeit Sellerie und Möhren dünn abschälen und in grobe Stücke schneiden.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen, alle 4 Zutaten in eine Küchenmaschine geben und auf niedriger Stufe fein hacken.
  • Die Gemüsemischung in eine Schüssel umfüllen, die abgekühlte Hirse, das Ei, Mehl und die Gewürze zufügen und mit der Hand gut durchkneten.
  • Anschließend sollte die Masse eine ähnliche Konsistenz wie rohes Hackfleisch haben. Falls die Masse zu flüssig ist, noch etwas mehr Mehl oder Semmelbrösel zugeben, bis die Bratlinge gut formbar sind.
  • Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Bratlinge nach und nach beidseitig goldbraun braten.

Besonderheiten

Die Menge des gekochten Getreides sollte etwa halb soviel sein, wie die Gemüsemischung
Bratlinge schmecken gut mit Kräuterquark
Statt Hirse kannst Du auch Quinoa oder Buchweizen verwenden
Du kannst die Bratlinge auch mit anderen Gemüsesorten