Bunt, süß und gefährlich!

Bubble TeaWas ist das? Es ist bunt mit Punkten, wird in einem durchsichtigen Becher für ca. 3 bis 4 Euro in den Fußgängerzonen von Deutschland massenhaft verkauft und jeder zweite Teenager auf der Straße hat es in der Hand…

Falls Du es noch nicht erraten hast, hier ist die Rede von Bubble Tea, dem Trendgetränk, daß seit 2011 den deutschen Markt überflutet. Doch Vorsicht!  Diese Flutwelle ist nicht nur wegen ihres Kaloriengehaltes so gefährlich – 100 ml dieses Getränks enthalten 6 Stück Würfelzucker (dieselbe Menge Cola enthält lediglich 31/2 Stück). Viel bedenklicher sind die Zutaten, aus denen das Getränk sonst noch besteht. Aber sieh selbst: E102, E150a, E110, E129, E133, E202, E327, E407a. Für mich sieht das eher aus wie ein Chemie-Cocktail und ich glaube nicht, daß wir uns hier um den Zucker Gedanken machen müssen…

Dennoch machen sich Verbraucherschützer und Medien mehr Gedanken darüber, wie kalorienhaltig diese Getränke sind und warnen vor dem Verschlucken der Perlen durch Kinder. Das ganze geht sogar soweit, daß sich Vertreter einer Partei einmischen und klären wollen, "inwiefern der zunehmende Konsum des pappsüßen Tees zu den Zielen der Bundesregierung passt, das Übergewicht von Kindern zu bekämpfen." (Quelle: Online-Ausgabe Augsburger Allgemeine).

(Meine persönliche Meinung) Glaubt irgendjemand hier, daß ein Kind in die Gelegenheit kommt, eine Perle zu verschlucken oder Teenager Übergewicht bekommen bevor der "Chemiecocktail" seine Wirkung entfaltet?

Sicher kommt dem einen oder anderen dies hier provokant vor und genau so ist es auch gemeint. Ich glaube, nur so können Veränderungen herbeigeführt werden. In diesem Sinn…

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

Raus aus der Zuckerfalle

Zucker auf einer WaageHast Du irgendwann mal darüber nachgedacht, wieviel Zucker Du an einem normalen Tag zu Dir nimmst? Egal, wieviel es ist, es ist zuviel. Warum das so ist? Nun, das wollte ich auch mal wissen und bin losgegangen und habe mal nachgesehen, wieviel Zucker die einzelnen Produkte so enthalten. Ich habe unglaubliches herausgefunden.

Zunächst ein paar allgemeine Informationen. Die WHO empfiehlt, ca 10% der Kalorien aus Zucker aufzunehmen. Das sind je nach Körpergewicht zwischen 20 und 40 g am Tag. In Würfelzucker ausgedrückt sind das 12 Stücken und das ist nicht wirklich viel, denn bereits eine halbe Flasche Cola enthält diese Menge oder ein Schokoriegel. Jetzt geh mal in Gedanken Deinen Tagesablauf durch und suche nach Produkten in Deinen Mahlzeiten, die keinen Zucker enthalten. Also ich meine jetzt nicht das leckere Obst, das es jetzt im Sommer überall gibt…

Ich will jetzt keinem etwas nachsagen aber bei den meisten sieht der Tag so aus: Morgens zum Frühstück gibt's vielleicht Müsli, denn mach möchte den Tag ja ernergievoll und gesund starten. Vielleicht ißt Du auch einen Joghurt oder ein Brot mit Wurst belegt? Dazu einen Kaffee oder Cappuccino. Mittags geht es dann in die Kantine. Bis vor ein paar Jahren habe ich auch in einer Kantine Mittag gegessen. Wenn ich so auf die Teller der anderen geschaut habe, war da oftmals ein Fertigmenü aus dem Supermarkt zu sehen. Keine Frage, die können auch lecker sein…  Nachmittags dann für den kleinen Hunger zwischendurch ein Schokoriegel oder ein Stück Kuchen, vielleicht Kekse oder Schokolade?  Am Abend ist der Hunger dann so groß, daß die meisten erstmal kochen und anschließend kommen dann die Süßigkeiten auf den Tisch. Summa Summarum sind das dann 40g Zuckersurprise?

Leider haben wir bei dieser Zusammenstellung das Maß weit überschritten, denn vielen Lebensmitteln sieht man den Zucker nicht an. Müsli zum Beispiel. Ein fertiges Müsli enthält soviel Zucker und Zusatzstoffe, daß es die "paar" gesunden Haferflocken nicht rausreißen. Auch Fertigmenüs enthalten mehr Zucker als erwartet, weil Zucker in dem Fall auch als Konservierungsstoff eingesetzt wird. Ißt Du dann noch Schokolade oder machst Zucker in Deinen Cappuccino sind die 40g natürlich überschritten und auf Dauer kann das erhebliche gesundheitliche Folgen haben. So weit so gut!

Wahrscheinlich wirst Du jetzt sagen, das ist alles nichts neues. Natürlich nicht. Neu ist nur, daß es jetzt endlich eine Alternative gibt – Stevia. Stevia ist seit ende 2011 in der EU zugelassen und Du kannst es in Bioläden, Reformhäusern und gut sortierten Supermärkten kaufen. Ich habe bereits mehrere Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

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Du kannst Stevia für fast alles verwenden. Nur beim Backen gibt es einige Einschränkungen. In meinen Buchempfehlungen habe ich Dir ein gutes Backbuch mit Stevia hinzugefügt. Nun ist Stevia sicher kein Allheilmittel und nicht jeder Hersteller wird Zucker durch Stevia ersetzen, denn das ist wie immer eine Kostenfrage. Es sind bereits einige Produkte in dieser Hinsicht auf dem Markt aber es wird sicher noch eine ganze Zeit lang dauern, bis in dieser Richtung etwas entscheidendes passiert.

Fakt ist, bis dahin wird weiter sehr viel Zucker in den Lebensmitteln anzutreffen sein und es gibt nur eine wirklich gute Lösung dafür. Diese Lösung besteht in der Reduzierung dieser Lebensmittel. Im Klartext bedeutet das für Dich, daß Du vor allem den Konsum von süßen Milch- u. Joghurtgetränken, Eistee, Limonade und Fruchtsäften stark reduzierst. Trinke stattdessen lieber ein schönes frisches Wasser mit Zitrone und Dein Körper wird es Dir danken.

Ein gutes Frühstücksmüsli kannst Du Dir auch selbst zusammenstellen aus Hafer- oder Dinkelflocken, Nüssen und Trockenfrüchten. Wenn Du in Deiner Mittagspause auf Kantinen- oder Imbissessen angewiesen bist dann wähle Dein Essen sehr sorgfältig aus. In den meisten Kantinen kann man seine Mahlzeit auch selbst zusammenstellen und die "üblichen Verdächtigen" so von seinem Teller fernhalten. Auf deutsch heißt das, mach einen großen Bogen um Kartoffelbrei (er kommt meistens aus der Tüte) nimm lieber gekochte Kartoffeln als Beilage. Auch bei Soßen und Salatdressings solltest besonders aufpassen. Die meisten verwenden aus Zeitgründen Tütensoßen und Salatsoßen aus industriellen Großpackungen. Beim Salat kannst Du sehr gut mit Olivenöl und Balsamico auskommen.

Wenn Du zu Hause kochst, dann kaufe Deine Lebensmittel so frisch wie möglich ein. Aus frischem Gemüse, Reis (Kartoffeln) und etwas Hühnerfleisch kannst Du sehr gut ein nahrhaftes Essen zaubern, und schnell geht es auch.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige nützliche Tips mit auf den Weg geben.

Bleib gesund
Deine Sabine Güntsche

Was tust Du für Deine Gesundheit?

ZusatzstoffeHaben wir verlernt, mit frischen Zutaten ein leckeres Essen zu kochen? Diese Frage habe ich mir heute gestellt, nachdem ich einen Beitrag im Internet gelesen habe. Ist es tatsächlich so, daß die Lebensmittelindustrie die Oberhand gewonnen hat? Gibt es irgendeinen Bereich in unserer Küche, in dem wir keine Fertigprodukte einsetzen?

Noch vor einigen Jahren hätte ich die Frage ganz klar mit Ja beantwortet. Heute bin ich mir da nicht so sicher. Wir nehmen uns immer weniger Zeit, uns Gedanken über unser Essen zu machen. Wir rasen durch den Supermarkt und kaufen Dinge, ohne zu wissen was drin ist. Andere Bereiche werden uns immer wichtiger…

Die Werbung suggeriert uns, daß es ok sei, all diese mit Zucker und Zusatzstoffen vollgestopften sogenannten "bequemen Produkte" zu kaufen. Jede Soße, jede Backmischung, ja sogar jede nur vorstellbare Gewürzmischung können wir heute fix und fertig gemischt und verpackt einkaufen. Wißt Ihr eigentlich noch, wie eine richtig leckere Soße selbstgemacht schmeckt? Kennt Ihr den Geschmack von frischem Salat mit einem selbst angerührten Kräuterdressing?

Ich habe es auch oft eilig. Aber selbst ein gefrorenes Gemüse und getrocknete Kräuter, jedes einzeln für sich, sind besser als alles, was bereits fertig zusammengemischt angeboten wird. Auch die meisten Gewürzmischungen enthalten Zucker oder Zusatzstoffe. Fertige Mischungen für Salatdressing können lecker sein, enthalten aber auf jeden Fall Zucker. All diese Mischungen kannst Du ganz einfach selbst herstellen. Ja, es stimmt. Es dauert ein wenig länger. Aber ist Dir Deine Gesundheit nicht diese Zeit wert?

Ich kaufe schon lange keine überzuckerten Fertiglebensmittel mehr und ich empfehle Dir, das gleiche zu tun.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche