Wieviel Wasser ist gesund?

Glas mit WasserWenn ich Zeit mit anderen Menschen verbringe, fällt mir immer wieder auf, daß die meisten von ihnen in der Zeit, in der wir zusammen sind, keinen einzigen Schluck Wasser trinken. Anfangs verwunderte mich das, denn ich habe immer meine Flasche Wasser dabei. Dabei ist es egal, ob ich zu einem Seminar unterwegs bin oder ob ich zum Friseur gehe. Das einzige, was variiert, ist die Menge. Das war auch bei mir nicht immer so.

Während einer Entgiftungskur mit anschließender Ernährungsumstellung fiel mir auf, daß ich mich besser fühlte, wenn ich mehr Wasser trank. Ich hatte deutlich weniger Entgiftungserscheinungen wie z. B. Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Die Menschen, die ich „beobachtet“ habe tranken manchmal Cola oder Fruchtsaft. Manche von ihnen habe ich gefragt und es war ihnen nicht klar, wo der Unterschied sein soll. Saft oder Cola ist doch auch Flüssigkeit bekam ich zur Antwort. Vereinzelt basierte dieses Verhalten aber auch auf Unwissenheit, wieviel Wasser man denn eigentlich trinken soll und welches das beste ist…

Du kannst es ganz einfach errechnen: Nimm Dein Körpergewicht und multipliziere es mit 0,03. Heraus kommt die Menge an Wasser in Liter, die Du täglich trinken solltest. ( das sind 30 ml / kg Körpergewicht) Wenn Du zum Beispiel 60 Kilo wiegst und das ganze mit 0,03 multiplizierst kommst Du auf 1,8 Liter.

Ich empfehle Dir für den Anfang ein stilles Wasser aus der Flasche. (Im nächsten Beitrag werde ich Dir zeigen, warum normales Leitungswasser nicht immer die beste Wahl ist) Am einfachsten ist es, wenn Du Dir angewöhnst, gleich morgens nach dem Aufstehen ein Glas zu trinken. Das kurbelt den Stoffwechsel an und vertreibt die Müdigkeit. Am besten trinkst Du immer zwischen den Mahlzeiten, spätestens 1/2 h vor dem Essen und mindestens 1 h nach dem Essen. Trinken während einer Mahlzeit erschwert die Verdauung.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

3 gute Gründe, Dein Müsli selbst zu mischen

Müsli ist ein beliebtes Frühstück. Es ist vielseitig, einfach zuzubereiten und spendet Energie. Doch die Zeiten, wo Du einfach die Packung öffnest und Milch darüber gießt, sind vorbei. Die heute erhältlichen Fertigmüslis enthalten jede Menge Zutaten, die weder ein Qualitätsmerkmal darstellen noch einen positiven Einfluß auf Deine Gesundheit haben.

1. Grund: Die meisten Müslimischungen enthalten enthalten Trockenfrüchte und/oder Nüsse. Beide Kompomenten enthalten oft Antioxidationsmittel. Meistens wird hier Sulfit (Schwefel) verwendet, der ein hohes Allergiepotenzial birgt. Viele Lebensmittel werden mit Schwefel behandelt, vor allem betrifft das helles Obst und Gemüse (es soll die Farbe behalten) wie Sauerkraut, Apfelringe, Aprikosen aber auch farbige Beeren wie getrocknete Gojibeeren, Rosinen oder Erdbeeren enthalten diese Schwefelverbindung. Schwefel an sich ist nichts wirklich schlimmes, nur reagieren ca. 90% aller Menschen mit Bauchschmerzen oder Blähungen, weil der Körper nur eine ganz geringe Menge davon vertragen kann. Für die Haltbarmachung wird diese Menge jedoch überschritten.

Auch Nüsse und Kerne werden gern geschwefelt oder auch geröstet. Beim Rösten von Nüssen werden wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Eiweiße zerstört. Außerdem entstehen beim Rösten von Nüssen schädliche Transfettsäuren.

Fertigmüsli

2. Grund: Fertige Müslimischungen enthalten jede Menge Zucker und zusätzlich noch Süßstoffe. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, eine Portion Müsli abzumessen. Oben auf dem Bild siehst Du eine Portion, wie sie jeder von uns zum Frühstück essen würde. Das ist eine reale Portion (120g) um satt zu werden, schließlich kommt ja noch Milch oder Joghurt dazu und vielleicht etwas frisches Obst…

Auf der Packung ist eine Portion mit 40g angegeben. Diese Menge siehst Du auf dem Bild hier unten. Das ist eine Miniportion, die aber dennoch 11g Zucker enthält. Zusätzlich enthält die Zutatenliste der Packung aber auch noch Gerstenmalzextrakt und Maltodextrin, beides ist im Grunde nichts anderes als Zucker. Auf diese Art wird der Zucker im Produkt versteckt um die anzugebende Menge in der Liste möglichst gering zu halten. Kein Mensch weiß, wieviel davon wirklich drin ist. Die enthaltenen Trockenfrüchte und Cornflakes enthalten ebenfalls noch Zucker, der nicht in der Menge enthalten ist… Also, wenn das jetzt nicht süß schmeckt weiß ich auch nicht mehr weiter.

Fertigmüsli

Anhand verschiedener Studien nehmen wir in Deutschland ca. 20 TL Zucker täglich zu uns. Das ist definitiv zu viel. (Vor allem dann, wenn man schlank und gesund bleiben möchte)

3. Grund: Alle wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Getreide sind im Laufe der vielen Verarbeitungsschritte größtenteils verlorengegangen. Um das jetzt wieder auszugleichen, hat die Lebensmittelindustrie sich etwas ganz tolles ausgedacht. In aufwändigen Verfahren werden Vitamine und Ballaststoffe aus nicht bekannten Quellen wieder zugesetzt. Die meisten halbwegs gebildeten Menschen wissen aber heute, daß Vitamine und Mineralstoffe nur im natürlichen Verbund mit dem Lebensmittel selbst einen gesundheitlich meßbaren Effekt haben.

Jetzt zeige ich Dir, wie Du ganz einfach Dein Müsli selbst mischen kannst. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du kannst Deine Lieblingsflocken in einer einzigartigen persönlichen Mischung zusammenstellen (vielleicht möchtest Du ein glutenfreies Müsli…) und Du kannst ungeschwefelte und zuckerfreie Trockenfrüchte nach Deinem Geschmack dazugeben. Nimm noch ein paar Deiner Lieblingsnüsse (naturbelassen und möglichst ungeschält) dazu und fertig ist Deine persönliche Limited Edition…

Mein Tipp: Nimm ein großes Bügelglas und gibt als erstes die Flocken Deiner Wahl hinein. In der nächsten Schicht kommen dann die Trockenfrüchte und zum Abschluß die Nüsse. Wenn Du möchtest, kannst Du auch Chiasamen oder Leinsamen dazugeben, dann hast Du noch wertvolle Omega-3 Fettsäuren in Deinem Müsli. Verschließe jetzt Dein Glas und schüttele es gut – Voila – Müsli ist fertig… Auf diese Art kannst Du Deine Mischung aufbewahren und morgens schnell darauf zugreifen.

Bleib gesund
Deine Sabine Güntsche

„Es geht mir jetzt besser“

LeseeckeImmer, wenn mir Kunden über ihre Beschwerden berichten, sage ich ihnen, daß sie weniger Fleisch essen sollten. Dann verschwinden viele Dinge von selbst. Die meisten kommen dann mit der Gegenfrage auf mich zu, wie sie denn dem Nährstoffmangel begegnen sollen, der ja automatisch entsteht, wenn man kein Fleisch mehr ißt…

Ich versuche dann immer, den Personen zu erklären, daß sie genügend Eiweiß aus pflanzlicher Nahrung zu sich nehmen sollen. Dafür eignen sich unmittelbar Sprossen und Hülsenfrüchte oder auch pflanzliches Eiweißpulver aus Lupinen oder Hanf. Letzteres schmeckt ganz lecker in Quark oder Joghurt. Dafür einfach einen Naturquark oder -joghurt mit etwas Vanillepulver und ein bis zwei Tropfen Steviafluid verrühren, Lupinen- oder Hanfeiweißpulver dazugeben und kleingeschnittenes Obst der Saison unterheben. Das gibt ein sehr leckeres Frühstück. Das Eiweißpulver gibt es auch mit Vanillegeschmack. Wenn Du es knusprig magst, nimm noch ein paar Amaranth- oder Braunhirseflakes dazu und fertig ist das leckerste und gesündeste Frühstück der Welt…

Gestern kam eine Kundin zu mir und hat mir ganz beiläufig erzählt, daß sie jetzt seit einigen Wochen kein rotes Fleisch mehr ißt, nur ab und zu etwas Hühnchen. Auf meine Frage, was sich seit dem verändert hat, sagte sie: „Es geht mir jetzt besser“

Sie war schon öfter mal bei mir und hatte immer mit Migräne und Blasenentzündungen zu tun. Immer wieder mußte sie Antibiotika einnehmen und das Gesamtbefinden war nicht so gut. Gestern schien sie wirklich erleichtert zu sein und sie fühlte sich auch fitter als sonst. Ihre einzige Sorge waren ihre Fingernägel, die irgendwie weicher sind als früher.

Auch hier läßt sich mit frischer Kresse, Linsen und Sonnenblumenkernen Abhilfe schaffen. Diese Lebensmittel liefern nicht nur Vitamine und Mineralstoffe sondern auch gesundes pflanzliches Eiweiß.

Zum Thema Nährstoffmangel kannst Du hier meinen letzten Artikel lesen.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche

 

Wie Du als Veganer Nährstoffmangel vorbeugen kannst

KresseVegan sein ist Trend… Diese und ähnliche Schlagzeilen liest man überall. Die steigende Anzahl an Zivilisationskrankheiten  und die bereits zur Gewohnheit gewordenen Lebensmittelskandale veranlassen Menschen, andere Wege einzuschlagen. Weniger Fleisch und tierische Produkte sind die Devise. Willst Du es richtig machen, führt an Information  kein Weg vorbei. Gemessen an der Zahl der Publikationen  sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Doch Du solltest die Quellen mit Bedacht wählen, nicht alle sind vertrauenswürdig. Das folgende Beispiel verdeutlicht, was ich damit sagen will.

Eine bekannte deutsche Rezeptzeitung hatte in der vergangenen Ausgabe einen Beitrag über den „Rohkost-Trend“.  Aus meiner Sicht ein Artikel, der bis unters Dach mit Halbwahrheiten vollgestopft ist…

Ohne, die genauen Hintergründe zu beleuchten, spricht die „Expertin“ darüber, daß Rohkost zu Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmangel führt.  Wenn man genau hinsieht, fällt auf, daß die „Expertin“ keine eigenen Erfahrungen mit dieser Ernährungsform hat und alle Ratschläge ganz klar auf die Richtlinien der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hindeuten: Milch ist ein gesundes Lebensmittel und Brot oder Fleisch sind unverzichtbar….

Es ist ganz klar, daß solche Quellen nicht sehr hilfreich sind. Denn die meisten Menschen, die zur Rohkost kommen, haben bereits gesundheitliche Defizite und wollen ganz bewußt die genannten Produkte weglassen. Am besten sind die Ratschläge von den Personen, die selbst mit dieser Ernährungsform leben.

Der Verzicht auf Brot, Milch und Fleisch kann Deine Gesundheit erheblich verbessern und führt auf keinen Fall zu Nährstoffmangel. Im Folgenden zeige ich Dir, wie Du diese Herausforderung in den Griff bekommst.

Die beliebtesten Stoffe sind Calcium, Vitamin B12 und Eiweiß. Sehen wir uns das im Einzelnen mal an.

Noch immer wird überall in den Medien der Eiweißmangel oder auch Calciummangel unter Veganern besonders hervorgehoben. Vegetarier sind weniger betroffen, da die meisten ja zumindest Eier und Milchprodukte zu sich nehmen. Soweit der Mythos. Ich weiß nicht, wer den Menschen erzählt hat, daß Eier und Milch unverzichtbare Eiweißquellen sind. Generationen von Menschen vor uns hatten gar nicht die Möglichkeit, an Eier oder Milch heranzukommen. Sie aßen von Zeit zu Zeit ein gutes Stück Fleisch von einem Wildtier und waren auf jeden Fall deutlich gesünder als wir es heute sind. Sie kannten weder Rheuma noch Arthrose und schon gar kein Übergewicht. Diese Menschen haben die Welt der Pflanzen zu nutzen gewußt und waren immer gut versorgt. Was bedeutet das für uns in der heutigen Zeit?

Wir müssen uns mit den Einzelheiten auseinandersetzen und unsere Sichtweise verändern. Das mag für den einen oder anderen zuerst eine Umstellung sein aber es lohnt sich.

Woher bekommen wir nun die Nährstoffe, wenn wir kein Fleisch und vielleicht auch keine anderen tierischen Produkte zu uns nehmen?

Ganz einfach, aus Getreide, Kernen und Samen. Diese Gruppe von Lebensmitteln wird in der natürlichen Form nur sehr wenig genutzt und ist deshalb weitestgehend unbekannt. So kannst Du zum Beispiel aus allen Getreidekörnern oder Hülsenfrüchten Sprossen ziehen. Kresse, Radieschen, Klee oder Rote Beete schmecken als Grünkraut lecker auf dem Salat. Auch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne kannst Du keimen lassen und erhälst so ein Lebensmittel, daß auf jeden Fall natürlich ist und ein Riesensprektrum an Nährstoffen enthält.

Gekeimtes Getreide, Kresse und Luzerne sind gute Kalziumlieferanten. Gesundes pflanzliches Eiweiß bekommst Du aus Hirse, Kichererbsen und Kürbiskernen (gekeimt sind noch mehr Nährstoffe zur Verfügung)

Bleibt noch das große Rätsel um Vitamin B12. Nicht nur in den Medien sondern auch bei Ernährungsberatern und Ärzten hält sich dieser Mythos hartnäckig. Auch gibt es Abhilfe aus der Pflanzenwelt: Linsen, Luzerne, Mungbohnen und Sonnenblumenkerne sind gute B12-Lieferanten.

Jetzt hast Du einen ersten Überblick bekommen und ich hoffe, mein Artikel inspiriert Dich dazu, Dir weitere Informationen zu beschaffen. In der Seitenleiste bei den Buchtips kannst Du Dich auch mal umsehen.

Bleib gesund.
Deine Sabine Güntsche