Müsli ist ein beliebtes Frühstück. Es ist vielseitig, einfach zuzubereiten und spendet Energie. Doch die Zeiten, wo Du einfach die Packung öffnest und Milch darüber gießt, sind vorbei. Die heute erhältlichen Fertigmüslis enthalten jede Menge Zutaten, die weder ein Qualitätsmerkmal darstellen noch einen positiven Einfluß auf Deine Gesundheit haben.
1. Grund: Die meisten Müslimischungen enthalten enthalten Trockenfrüchte und/oder Nüsse. Beide Kompomenten enthalten oft Antioxidationsmittel. Meistens wird hier Sulfit (Schwefel) verwendet, der ein hohes Allergiepotenzial birgt. Viele Lebensmittel werden mit Schwefel behandelt, vor allem betrifft das helles Obst und Gemüse (es soll die Farbe behalten) wie Sauerkraut, Apfelringe, Aprikosen aber auch farbige Beeren wie getrocknete Gojibeeren, Rosinen oder Erdbeeren enthalten diese Schwefelverbindung. Schwefel an sich ist nichts wirklich schlimmes, nur reagieren ca. 90% aller Menschen mit Bauchschmerzen oder Blähungen, weil der Körper nur eine ganz geringe Menge davon vertragen kann. Für die Haltbarmachung wird diese Menge jedoch überschritten.
Auch Nüsse und Kerne werden gern geschwefelt oder auch geröstet. Beim Rösten von Nüssen werden wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Eiweiße zerstört. Außerdem entstehen beim Rösten von Nüssen schädliche Transfettsäuren.

2. Grund: Fertige Müslimischungen enthalten jede Menge Zucker und zusätzlich noch Süßstoffe. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, eine Portion Müsli abzumessen. Oben auf dem Bild siehst Du eine Portion, wie sie jeder von uns zum Frühstück essen würde. Das ist eine reale Portion (120g) um satt zu werden, schließlich kommt ja noch Milch oder Joghurt dazu und vielleicht etwas frisches Obst…
Auf der Packung ist eine Portion mit 40g angegeben. Diese Menge siehst Du auf dem Bild hier unten. Das ist eine Miniportion, die aber dennoch 11g Zucker enthält. Zusätzlich enthält die Zutatenliste der Packung aber auch noch Gerstenmalzextrakt und Maltodextrin, beides ist im Grunde nichts anderes als Zucker. Auf diese Art wird der Zucker im Produkt versteckt um die anzugebende Menge in der Liste möglichst gering zu halten. Kein Mensch weiß, wieviel davon wirklich drin ist. Die enthaltenen Trockenfrüchte und Cornflakes enthalten ebenfalls noch Zucker, der nicht in der Menge enthalten ist… Also, wenn das jetzt nicht süß schmeckt weiß ich auch nicht mehr weiter.

Anhand verschiedener Studien nehmen wir in Deutschland ca. 20 TL Zucker täglich zu uns. Das ist definitiv zu viel. (Vor allem dann, wenn man schlank und gesund bleiben möchte)
3. Grund: Alle wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Getreide sind im Laufe der vielen Verarbeitungsschritte größtenteils verlorengegangen. Um das jetzt wieder auszugleichen, hat die Lebensmittelindustrie sich etwas ganz tolles ausgedacht. In aufwändigen Verfahren werden Vitamine und Ballaststoffe aus nicht bekannten Quellen wieder zugesetzt. Die meisten halbwegs gebildeten Menschen wissen aber heute, daß Vitamine und Mineralstoffe nur im natürlichen Verbund mit dem Lebensmittel selbst einen gesundheitlich meßbaren Effekt haben.
Jetzt zeige ich Dir, wie Du ganz einfach Dein Müsli selbst mischen kannst. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du kannst Deine Lieblingsflocken in einer einzigartigen persönlichen Mischung zusammenstellen (vielleicht möchtest Du ein glutenfreies Müsli…) und Du kannst ungeschwefelte und zuckerfreie Trockenfrüchte nach Deinem Geschmack dazugeben. Nimm noch ein paar Deiner Lieblingsnüsse (naturbelassen und möglichst ungeschält) dazu und fertig ist Deine persönliche Limited Edition…
Mein Tipp: Nimm ein großes Bügelglas und gibt als erstes die Flocken Deiner Wahl hinein. In der nächsten Schicht kommen dann die Trockenfrüchte und zum Abschluß die Nüsse. Wenn Du möchtest, kannst Du auch Chiasamen oder Leinsamen dazugeben, dann hast Du noch wertvolle Omega-3 Fettsäuren in Deinem Müsli. Verschließe jetzt Dein Glas und schüttele es gut – Voila – Müsli ist fertig… Auf diese Art kannst Du Deine Mischung aufbewahren und morgens schnell darauf zugreifen.
Bleib gesund
Deine Sabine Güntsche
Vielleicht hast Du schon davon gehört, der Lebensmitteldiscounter Aldi führt das vom Vegetarierbund vergebene V-Label ein. Dieses Siegel soll Kunden bereits auf den ersten Blick über fleischlose Produkte informieren. Bisher war es immer recht mühsam, diese Produkte von den anderen zu unterscheiden, Du mußtest erst die Zutatenliste studieren. Derartige Produkte waren bis vor kurzem nur in Bioläden erhältlich und stehen aber neuerdings auch in den Regalen und Kühltruhen normaler Supermärkte. Da es bisher noch nicht so eine große Auswahl gibt, teilen sich vegane oder vegetarische Produkte oft ein Regal mit herkömmlichen Produkten. Das V-Label soll zukünftig bereits auf den ersten Blick auf die fleischlosen Produkte aufmerksam machen.
Ständig auf der Suche nach empfehlenswerten oder weniger empfehlenswerten Produkten, habe ich gestern bei meinem Einkauf „Schlagfix“ entdeckt. Schlagfix ist eine gesüßte Schlagcreme, die Du als Ersatz für Schlagsahne verwenden kannst. Aufmerksam wurde ich, weil auf der Vorderseite zu lesen steht: 100% vegan, 0% Lactose, 0% Gluten. Jetzt wollte ich natürlich wissen, woraus ein solches Produkt denn dann besteht, wenn nicht aus Sahne…
Es ist fast nicht zu glauben. Nach der Analyse der Zutatenliste habe ich beschlossen, die „Sahne“ aufzuschlagen um zu sehen, was passiert. Wenn man die Packung aufschneidet, kommt eine relativ flüssige weiße Masse zum Vorschein. Sieht ein bißchen aus wie Gips, weil es eine leicht gräuliche Farbe hat. Es läßt sich gut aufschlagen und wird genauso fest wie echte Sahne. Der Geschmack erinnert auch an Sahne, allerdings ist das Ergebnis sehr süß und schmeckt etwas flach…
Wenn man sich mit alternativen Lebensmitteln beschäftigt, begegnen einem auch Menschen, die diese Produkte verwenden. So ging es auch mir. In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Menschen, die vegetarisch oder sogar vegan leben. Inzwischen sind sie nicht nur in Bioläden oder auf Wochenmärkten anzutreffen, sondern auch in Supermärkten und Kaufhäusern. Auch diese Geschäfte bieten inzwischen reichlich vegetarische oder auch vegane Produkte an und haben meistens sogar eine Hausmarke in Bioqualität. Fast könnte man annehmen, es gibt so etwas wie einen Trend. Doch auch hier rate ich zur Vorsicht, denn es ist nicht so einfach wie es scheint.